Bitterer Nackenschlag in der Nachspielzeit: Gallier unterliegen in Weiz mit 0:1
10th October 2026
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Der SV Allerheiligen musste sich in der 10. Runde der Regionalliga Süd beim SC Weiz denkbar unglücklich mit 0:1 geschlagen geben. In einer intensiven und umkämpften Begegnung boten die Gallier dem Heimteam über weite Strecken Paroli und stemmten sich nach einer umstrittenen Ampelkarte in der Schlussphase mit großem Einsatz gegen die drohende Niederlage. Ein später Gegentreffer tief in der Nachspielzeit besiegelte schließlich die knappe Niederlage, womit eine überragende Leistung von ASV-Schlussmann Marino Hamer am Ende leider unbelohnt blieb.
Weiz druckvoll mit Aluminium-Pech, ASV setzt Nadelstiche
Von Beginn an übernahmen die Hausherren die Initiative und versuchten, das Geschehen an sich zu reißen. Nach einem Eckball kam Julian Tomka frei zum Kopfball, doch ASV-Keeper Marino Hamer war zur Stelle und parierte stark. Nur fünf Minuten später hatte Allerheiligen das Glück des Tüchtigen, als ein Freistoß erneut bei Tomka landete, dessen wuchtiger Abschluss innerhalb des Sechzehners an der Querlatte landete (19.).
Die Gallier versteckten sich jedoch keineswegs und kamen prompt zu vielversprechenden Vorstößen: In der 21. Minute legte Jonas Janetzko geschickt für Christian Berger ab, dessen Abschluss allerdings etwas zu zentral ausfiel, sodass Weiz-Schlussmann Enrico Temmel den Ball über das Tor lenken konnte. Wenig später bot sich dem ASV eine hochkarätige Doppelchance (26.): Nach einem schnellen Gegenstoß über Alen Polanec kam Janetzko an den Ball, doch Temmel klärte im Herauslaufen reaktionsschnell. Auch beim anschließenden Nachschuss von Polanec behielt der Weizer Torhüter die Oberhand. Auf der Gegenseite blieb die Heimelf vor allem bei ruhenden Bällen gefährlich: In der 33. Minute war es abermals Tomka, der nach einer Ecke per Kopf das Aluminium traf. So ging es nach einem intensiven Schlagabtausch torlos in die Halbzeitpause.
Hamer brilliert im Dauerdruck – Diskussionen vor dem späten K.O.
Nach dem Seitenwechsel kam der SV Allerheiligen deutlich griffiger aus der Kabine und verbuchte durch einen Distanz-Flachschuss von Alen Polanec (51.) den ersten gefährlichen Abschluss des zweiten Durchgangs. Nach einem Kopfball von Kristijan Katalenac entschied das Schiedsrichtergespann in der 55. Minute zum Unverständnis der Gäste auf Eckball. Die Hereingabe landete am langen Pfosten, wo Julian Tomka die Kugel per Volley zum dritten Mal an die Latte hämmerte.
Die spielentscheidende Wende folgte in der 78. Minute: Nach einem weiten Ball in die Spitze lieferte sich Boris Planeta ein Duell mit Bill Hofer. Der Unparteiische wertete den Zweikampf als Foulspiel und zeigte dem ASV-Verteidiger die Gelb-Rote Karte – eine harte und viel diskutierte Entscheidung, die den Spielverlauf maßgeblich beeinflusste. In Unterzahl verlagerte sich das Geschehen gänzlich in die Hälfte der Gäste. Weiz drängte vehement auf den Siegtreffer, doch Marino Hamer wuchs im Tor der Gallier regelrecht über sich hinaus und hielt sein Team mit mehreren Glanzparaden im Spiel.
Als man sich bereits mit der aufopferungsvoll erkämpften Punkteteilung anfreundete, schlug der SC Weiz in der lang bemessenen Nachspielzeit doch noch zu: Bill Hofer verlängerte einen Kopfball in den Strafraum auf Jonas Sander, der den Ball zum 1:0 im langen Eck unterbrachte. Der späte Treffer und der unmittelbare Schlusspfiff sorgten verständlicherweise für großen Frust aufseiten des ASV.
Fazit
Der SC Weiz verbuchte über die 90 Minuten die zwingenderen Torchancen und verdiente sich die Punkte letztlich über die Spielanteile. Für den SV Allerheiligen schmerzt die Niederlage dennoch doppelt: Neben dem extrem späten Zeitpunkt des Gegentreffers blieben auch die Schiedsrichterentscheidungen im Gedächtnis haften, die dem Spielverlauf eine unglückliche Wendung gaben. Herausragend agierte Torhüter Marino Hamer, dessen Glanztaten an diesem Abend leider ohne zählbaren Lohn blieben.
Im engen Rennen um das Meister-Play-Off bedeutet der Ausgang zwar einen Dämpfer, doch die kämpferische Moral und die Defensivleistung stimmen positiv für die nächsten Aufgaben. Bereits am kommenden Freitag, dem 16. Oktober, bietet sich im Sportstadion Allerheiligen gegen den FSC Eggendorf/Hartberg Amateure die Chance, wieder voll anzuschreiben und wertvollen Boden gutzumachen!
Fotografiert von © Vereinsfotograf DI Johann Stückler



